Newsletter Mai 2018

Kommen auch Sie an die erste Alpen-beef!

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Vom 15. bis 17. Juni findet im Naturpark Diemtigtal die erste Alpen-Beef statt. Neben Mutterkühen und Kälbern vor der einmaligen Kulisse sind beef-Genuss-Abend, Konzert mit Sandee, Kamel-Reiten und Streichelzoo sowie Älpler-Märit mit einheimischen Produkten nur ein paar der Highlights. Sie wandern lieber? Dann lesen Sie die Ausflugstipps und erfahren Sie, wie Sie beim Wandern einer Mutterkuhherde begegnen sollten. Ausserdem verraten wir Ihnen wieder ein paar Dinge rund ums Natura-Beef, zum Beispiel weshalb dieses Fleisch aus Gras besonders gesund und sinnvoll ist.

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Rundum die beef.ch

Naturpark Diemtigtal - nah, wild, wertvoll

Wilde Landschaften, abenteuerliche Entdeckungen: der Naturpark Diemtigtal steht für beeindruckende Naturerlebnisse direkt vor der Haustür. Mit 140 Alpbetrieben und über 10'000 Kühen, Rindern, Schafen, Ziegen und Pferden ist das Diemtigtal die bedeutendste Alpwirtschaftsgemeinde der Schweiz. Als gelebte, traditionelle Kultur- und Wirtschaftsform hat die Alpwirtschaft einen hohen Stellenwert und ist sicht- und spürbar. Dies wird an der ersten Alpen-beef für alle Besucher erlebbar.

Doch der Naturpark Diemtigtal hat auch neben der beef.ch noch einiges zu bieten. Wieso also vor und nach der beef.ch nicht noch ein wenig Zeit hier bei uns verbringen?

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Mit seinen kulturellen Schätzen und seiner teilweise wilden Natur ist der Naturpark Diemtigtal ein ideales Gebiet für aktive Ausflüge, Freizeitsport und bietet Freiraum zum Abschalten: Wanderwege führen entlang von Gewässern hin zu einsamen Alpen. Themenwege vermitteln eindrücklich die Schönheiten und Geheimnisse der Natur. Der Erlebnisweg «Grimmimutz» führt Familien zu Spielposten, auf dem Wasserspielplatz «Gwunderwasser» entdecken kleine Naturforscher das köstliche Nass.

Rund um die Bergstation der Wiriehornbahnen, dem Veranstaltungsort der beef.ch, starten nicht nur zahlreiche Wanderungen. Bei den vielfältigen Erlebnisangeboten liegt ein besonderes Gewicht auf dem Bikevergnügen: Kombiniert mit der 6er Sesselbahn mit Bike-Transportvorrichtung machen die drei Downhill-Trails doppelt Spass. Oder bevorzugen Sie eine Fahrt mit dem Monstertrotti?

Für diejenigen, die den beef.ch-Besuch zu einem kurzen Ausflug ab der Bergstation Wiriehorn nützen möchten: Ein bequemer Spazierweg führt in 15 Gehminuten von Nüegg zum Bergrestaurant Schwarzenberg, wo Sie mit frischen Spezialitäten aus der Küche und herrlichen selbstgemachten Desserts verwöhnt werden.

Bild: Naturpark Diemtigtal / M. Wymann

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Stallgespräch

Peter Küng richtet die Alpsaison 2018 ganz auf die Alpen-beef aus

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Die beef.ch Naturpark Diemtigtal findet vom 15. bis 17. Juni 2018 auf deiner Alp – der Alp Nüegg am Fusse des Wiriehorns – statt. Wann etwa ist Alpauffuhr?

Da sich die Alp Nüegg mitten im Skigebiet des Wiriehorns befindet, ist die Auffuhr ca. 14 Tage später als in Gebieten ohne Skibetrieb. Etwa die halbe Fläche unserer Alp wird im Winter künstlich beschneit und liegt unter den Pisten. Der festgedrückte Schnee bleibt im Frühling länger liegen. Die Alpauffuhr ist deshalb Anfang Juni.

Welche Vorbereitungen sind für die Alpauffuhr zu treffen?

Nach der Schneeschmelze müssen sämtliche Zäune wieder aufgebaut und die Tränken eingerichtet werden. Die Weiden werden von den Schülern des Skiclubs vom Abfall vom Winterbetrieb befreit. Wenn die Vegetation genug fortgeschritten ist, führen wir unsere Tiere mit dem eigenen Viehanhänger vom Tal auf den Nüegg. Dort verbleiben unsere und auch betriebsfremde Sömmerungstiere bis Ende August/ Anfang September.

Werden alle deine Tiere gealpt?

Ja, alle unsere Tiere verbringen den Sommer auf der Alp. Wobei wir zwei Alpen bewirtschaften und die Tiere aufgeteilt werden.

Ist dieses Jahr etwas anders/speziell?

Ja, wir werden unsere Tiere ein paar Tage später auf die Alp bringen als in anderen Jahren, damit genügend Futter für die Tiere bleibt, welche speziell für die beef.ch auf die Alp kommen. Aus dem gleichen Grund werden wir die Abfolge der Weideaufteilung anders gestalten, um zum Zeitpunkt der beef.ch optimal gelegene Flächen beweiden zu können.

Welche Bedeutung haben die Landwirtschaft und insbesondere die Mutterkuhhaltung für das Diemtigtal bzw. für den Naturpark?

Die Landwirtschaft hat einen sehr grossen Stellenwert im Naturpark Diemtigtal. Der naturnahe Tourismus profitiert von den gepflegten Wiesen und Alpen im Tal. Das Diemtigtal verfügt über eine sehr grosse Alpwirtschaft. Viele Alpflächen werden mit Mutterkuhherden genutzt, es wird viel Vieh aus dem Unterland auf unseren Alpen gesömmert.

Funktioniert das – Mutterkuhhaltung im Naturpark?

Ja, es funktioniert. Beide Seiten müssen Kompromisse eingehen. Sowohl Wanderer und Viehhalter müssen sich an gewisse Regeln halten. Z. B. werden Wanderwege wenn möglich ausgezäunt und Wanderer werden darauf aufmerksam gemacht, dass sie das Durchqueren von Mutterkuherden wenn immer möglich unterlassen sollten. Die beef.ch auf der Alp will unter anderem mit einem speziellen Kurs zu diesem Thema einen Beitrag leisten und für das richtige Verhalten sensibilisieren.

Was bedeutet die beef.ch für den Naturpark?

Die beef.ch bedeutet Werbung für den Naturpark und macht das Tal bekannter. Es wäre schön, wenn dank der beef.ch mehr Personen unseren Naturpark kennenlernen und besuchen würden. Ich freue mich, dass ich meine Alp für diesen Anlass, die erste Alpen-beef überhaupt, zur Verfügung stellen darf.

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Peter Küng ist Landwirt und führt zusammen mit seiner Frau Sabine (Familienfrau, Pflegefachfrau) und den vier Kindern Daniel (22), Raul (19), Julia (13) und Nora(12) den Bio-Alpwirtschaftsbetrieb Styg Diemtigen. Im Tal werden 15 ha landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet, dazu kommen 40 ha Alpflächen auf der Alp Nüegg und Alp Sälbezenweide. Es werden 20 Simmentaler Mutterkühe mit Kälbern, sowie Aufzuchttiere und ein Zuchtstier gehalten. Ausserdem gehören Esel und Schafe sowie Waldwirtschaft dazu. Mit ihrer Besenbeiz im Styg-Keller bietet die Familie Küng zudem ein spezielles Ambiente für festliche und gemütliche Anlässe an.

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Wieder mal (R)AUSgehen

Veranstaltungshinweis: Rindvieh und Wandern im Weidegebiet

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Wandernde fühlen sich zunehmend verunsichert, wenn sie Weiden überqueren und dabei auf Kühe treffen. Gründe dafür sind, dass einerseits tatsächlich ein gewisses Unfallrisiko besteht, andererseits aber auch die Vertrautheit mit Tieren und ihrem natürlichen Verhalten mehr und mehr abhandenkommt. Es braucht Anstrengungen auf Seiten der Landwirtschaft und der Wanderer, um das Unfallrisiko zu vermindern. Wer Grundkenntnisse über das natürliche Verhalten von Kühen hat, kann das Wandern entspannter und besser geniessen.

Im Rahmen der Alpen-beef organisieren die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) und der Verein Berner Wanderwege am Freitag 15.06.2018 zwei Fachveranstaltungen zum Thema „Rindvieh und Wandern im Weidegebiet“. Angesprochen sind insbesondere Rindviehhalter, Wanderleiter und agriTOP-Trainer.

Für interessierte beef.ch-Besucher finden am Samstag und Sonntag den ganzen Tag Publikumsveranstaltungen statt, um zur Begegnung mit Mutterkühen und Kälbern zu sensibilisieren.

Weitere Informationen und die Kursausschreibung finden Sie hier.

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Kuhleben

Wenn Wanderer und Kühe aufeinandertreffen

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Die Sonne lacht, draussen ist alles grün und unsere Kühe und Kälber sind täglich auf der Weide. Auch die Wanderer und Spaziergänger zieht es wieder vermehrt nach draussen. Für mich bedeutet das zusätzliche Arbeit, denn durch einige unserer Weiden führen Wanderwege. Wir lassen dort nur Kühe weiden, die einen ruhigen Charakter und schon etwas ältere Kälber haben. Kühe mit frischgeborenen Kälbern halten wir auf Flächen, die wir mit einem Zaun vom Wanderweg abtrennen. Sie haben einen starken Beschützerinstinkt und es kann vorkommen, dass sie angreifen, weil sie ihr Kalb in Gefahr glauben.

Zwar versuchen wir, wo immer möglich die Wanderwege auszuzäunen. Das geht aber nicht überall, weil die Tiere sonst keinen Zugang zu Wasser und Schattenplätzen mehr hätten. Dort stellen wir überall die grünen Tafeln auf, welche die Spaziergänger auf das richtige Verhalten aufmerksam machen sollen. Die meisten halten sich an die Empfehlungen. Doch etwas Anspannung verspüre ich während der Wandersaison immer. Halten sich auch alle an die Ratschläge? Will nicht vielleicht ein Kind doch gerne eines der herzigen Kälbchen streicheln und provoziert so die Mutterkuh dazu, das Kalb zu verteidigen? Werden die Hunde auch wirklich an die Leine genommen und mit Abstand ruhig an der Herde vorbeigeführt? Denkt nicht vielleicht ein Mountainbiker, er könne schnell durch die Herde fahren anstatt langsam einen Bogen zu machen in 20 bis 50 Metern Abstand?

Und schliesslich spüren auch Wanderer teilweise eine gewisse Anspannung, wenn sie auf Kühe treffen. Manche haben vor Kühen nicht nur gesunden Respekt, sondern richtig Angst. Einzelne haben uns schon gesagt, dass sie wegen der Kühe die Freude am Wandern verlieren. Das wäre nicht nötig. Wenn man sich richtig verhält, muss man vor Kühen nicht Angst haben.

Eine Chance, Kühe besser kennen und einschätzen zu lernen, ist die Alpen-beef im Naturpark Diemtigtal. Dort findet eine Veranstaltung zum Thema statt.

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Rassig

Simmental - Schweizer Mutterkuh oder Weltenbürgerin?

(Letztes Kapitel des Beitrags „Gibt es eine Schweizer Mutterkuh?“)

Die Rasse Simmental hat ihren Ursprung im Simmental im Berner Oberland. Mit ungefähr 50 Millionen Stück gehört sie heute zu den weltweit meistverbreiteten Rinderrassen. Bereits aus dem 16. Jahrhundert sind Exporte aus dem Simmental ins benachbarte Ausland bekannt. Der Boom für die Schweizer Zweinutzungskuh mit der gehaltvollen Milch kam aber nicht zuletzt dank der Präsenz an der Weltausstellung 1855 in Paris. Anders als im Milch- und Käseland Schweiz wird die Rasse Simmental heute fast auf der ganzen Welt vor allem wegen ihrer guten Fleischleistung geschätzt.

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Die rot bis falb gefleckte Simmental mit weissem Kopf gehört zu den bedeutendsten Rinderrassen weltweit.

(Bild: A. Schneider)

Kuh ist nicht gleich Kuh und DIE Schweizer Mutterkuh gibt es nicht – aber schön sind sie doch alle, oder?

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Schon gewusst?

Warum Fleisch aus Gras gesund ist

Zum Fleischkonsum gibt es diverse Meinungen und Empfehlungen. Wer jedoch gerne ab und zu ein saftiges Rindssteak auf den Grill hauen möchte, findet mindestens einen guten Grund, um ein Stück Fleisch vom Natura-Beef zu wählen: Natura-Beef ist Fleisch aus Gras und Fleisch aus Gras ist gesund.

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Schon viele Studien haben gezeigt, dass Fleischprodukte von Rindern, welche mehrheitlich mit Wiesen- und Weidefutter gefüttert wurden, einen höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren aufweisen. Die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren als Ernährungsbestandteil ist gross. Ohne sie könnte zum Beispiel kein Nervengewebe und speziell kein Gehirn ausgebildet werden. Die Grundstufe dieser Fettsäuren kann vom Organismus eines Säugetieres, also auch vom Menschen, nicht selbst gebildet werden sondern muss aus pflanzlicher Nahrung oder eben aus Milch und Fleisch aufgenommen werden.

Der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren im Rindfleisch ist umso höher, je mehr Futter die Tiere auf Weiden aufnehmen können. Es konnte nachgewiesen werden, dass die erhöhten Gehalte an Omega-3-Fettsäuren im Fleisch grasender Rinder mit der botanischen Vielfalt der Weide korreliert. Gerade Naturwiesen und Alpweiden haben einen hohen Anteil an Kräutern. Diese enthalten viele Gerb- und Bitterstoffe sowie ätherische Öle, welche den Umbau der Omega-3-Fettsäuren durch die Mikroorganismen im Pansen hemmen. Somit ist der Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren im Fleisch höher, als bei Tieren die nicht geweidet werden und grosse Anteile Mais und Getreide in der Ration erhalten.

Natura-Beef stammt von Kälbern aus Mutterkuhhaltung, welche täglich auf der Weide sind und auch im Winter hochwertiges Wiesenfutter erhalten. Einem Natura-Beef-Genuss mit gutem Gewissen steht also nichts im Wege.

(Quelle: diverse Beiträge von Dr. Florian Leiber, Leiter des Departement für Nutztierwissenschaften des FiBL)
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Lust auf beef?

Diemtigtaler Siedfleischsalat

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Ein erfrischender Salat nach einem original Diemtigtaler Rezept von Sabine Küng, Bäuerin, Familienfrau und passionierte Köchin aus Diemtigen. Stimmen Sie sich bereits jetzt auf die Alpen-beef im Naturpark Diemtigtal ein oder schwelgen Sie anschliessend bei einem Sommerzmittag in Erinnerungen. Hier geht's zum Rezept.

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Herumgekalbere

Warum der Beschützerinstinkt von Kühen für ihre Kälber wichtig ist

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Warum haben Mutterkühe einen Beschützerinstinkt? Sehen Sie sich hier an, wie Mutterkühe in Kanada ihre Herde gegen einen Schwarzbären verteidigen. Hier geht's zum Video.

Aber keine Angst, Sie können weiterhin unbesorgt an Mutterkuhherden vorbeispazieren. Halten Sie sich einfach an die wichtigsten Regeln.


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Herausgeber: Beef Event / Mutterkuh Schweiz, Stapferstrasse 2, 5201 Brugg

www.beef.ch/ www.mutterkuh.ch


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