Newsletter Mai 2019

 

beef.ch im Herzen der Schweiz

Zum ersten Mal findet die beef.ch im Kanton Nidwalden statt. Die beef.ch in Verbindung mit der Iheimisch in Buochs eröffnet vom 30. Mai bis 2. Juni die beef.ch-Saison 2019 – inmitten einer herrlichen Berg- und Seelandschaft und gleichzeitig auf dem Flugplatz Buochs, unmittelbar neben einer neuen Halle der Pilatus Flugzeugwerke.

OK-Präsident Richi Barmettler erzählt im Stallgespräch, was ihm mit Blick auf die beef.ch in Buochs am Anfang am meisten Bedenken machte. Und wussten Sie, was den Römern an den Kühen in Grossbritannien auffiel? Lesen Sie mehr über die beiden Robustrassen Galloway und Highland Cattle. Weiter erfahren Sie, wie viele Seilbahnen es im Kanton Nidwalden gibt.

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Rundum die beef.ch

Die beef.ch an der Iheimisch

Mutterkühe und Kälber der beef.ch empfangen die Besucherinnen und Besucher der Iheimisch vom Auffahrtsdonnerstag, 30. Mai, bis am Sonntag, 2. Juni. Stand, Tafeln und Führungen informieren die Besucher über die Mutterkuhhaltung. In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft werden Infos zur Thematik „Zusammentreffen von Wanderern und Rindvieh“ vermittelt. Alle Nidwaldner Mutterkuhbetriebe werden mit einem Porträt den Besuchern vorgestellt. Ergänzt wird das Programm durch eine Streichelwelt, das rasante Bullriding und Natura-Beef-Genuss am BBQ-Stand im „Härdplättli“. Weitere Angebote der Nidwaldner Landwirtschaft befinden sich innerhalb der Gewerbeausstellung. Mehr über die beef.ch – Iheimisch in Buochs erfahren Sie hier.

Wissen Sie, wie viele Seilbahnen es in Nidwalden gibt? In einem Kanton mit einer Bevölkerung von rund 42‘000 Personen? Es sind über 40! Nidwalden ist das Seilbahnen-Eldorado der Schweiz. Und jede Bahn führt in die Höhe, zu gemütlichen Bergrestaurants, verlockenden Wanderwegen und atemberaubenden Aussichtspunkten. Falls Sie einen Besuch an der beef.ch mit einem Ausflug in die Höhe verbinden wollen, sind Sie in Nidwalden richtig.

Eine Übersicht über die für Passagiere zugelassenen Seilbahnen finden Sie hier auf der Website von Nidwalden Tourismus oder hier auf der Website des Seilbahnverbandes Nidwalden, in dem übrigens auch OK-Mitglied und Mutterkuhhalter Paul Odermatt aktiv ist.

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Stallgespräch

Richi und Monika Barmettler führen in Buochs einen Mutterkuhbetrieb und hatten die Idee, die erste beef.ch im Kanton Nidwalden zu organisieren. 

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Richi, wie bist du auf die Idee gekommen, eine beef.ch in Verbindung mit der Iheimisch zu organisieren?

An der letzten Iheimisch 2012 wurde eine einzelne Mutterkuh mit einem Kalb in einem Panel-Gehege ausgestellt. Ein sehr undankbares Geschehen. Als die Iheimisch 2019 in die Planungsphase gekommen ist, hatte ich die Idee einer Mini-Beef. Im Gespräch mit anderen Mutterkuhhalter reifte diese Idee und so haben wir uns bei Mutterkuh Schweiz gemeldet und von unseren Plänen erzählt, was zu unserer grossen Freude bei Mutterkuh Schweiz auf offenes Ohr gestossen ist.

Die Verbindung zur Iheimisch ist ganz einfach. Diese Ausstellung werden gegen 30`000 potenzielle Konsumenten von unseren hochwertigen Produkten besuchen. 

Wie viele Mutterkuhhalter gibt es im Kanton Nidwalden?

Mittlerweilen werden auf 48 Betrieben Mutterkühe gehalten, auf 260 Betrieben Milchkühe. Im Ganzen sind im Kanton Nidwalden 407 direktzahlungsberechtigte Betriebe.

Was ist typisch für die Mutterkuhhaltung in Nidwalden?

In Anbetracht, dass im Kanton Nidwalden total 5`950 Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche sind, wovon nur gerade knapp 20 Hektaren Mais angebaut werden, gehören wir definitiv in die Graslandproduktion. Das spricht voll und ganz für die Mutterkuhhaltung. Im Weiteren haben wir in Nidwalden 5`000 Hektaren Alp-Fläche.

Wie lange halten du und deine Familie schon Mutterkühe?

Im Jahre 2004 haben meine Frau Moni und ich uns entschieden, die Milchproduktion einzustellen und auf die Mutterkuhhaltung umzustellen.

Was gefällt euch an der Mutterkuhhaltung am besten?

Die natürliche Produktion. Wir geben dem Tier, was wir haben, und bekommen, was es uns gibt. Ganz simpel, es ist eine gute Einstellung mit vielen Gedanken, die der Mensch sich vermehrt machen sollte.

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Stellst du selber auch Tiere an der beef.ch aus?

Wir werden zwei von unseren Angus-Kühen mit ihren Kälbern plus unseren Gentleman Olivier, einen sechsjährigen Limousin-Stier, ausstellen dürfen. 

Kann man an der Iheimisch auch Fleisch aus Mutterkuhhaltung essen?

An der Iheimisch gibt es das Härdplättli, eine Art Gastromeile. Da ist ein grosser Oklahoma Grill, dort gibt es Fleisch aus der Mutterkuhhaltung. 

Gibt es im Hinblick auf die beef.ch an der Iheimisch etwas, das dir besonders Bedenken gemacht hat?

Es soll eine Flugshow und ein Feuerwerk stattfinden, das sind Sachen, die wir nicht wirklich beeinflussen konnten. Das ist für uns eine Aufgabe, die wir meistern werden.

Auf was an der beef.ch in Buochs freust du dich am meisten?

Ich freue mich riesig auf viele Kontakte mit Menschen, mit denen wir eine tolle beef.ch erleben, ihnen die Mutterkuhhaltung näher bringen und die Vielfalt unserer Fleischrinderrassen präsentieren dürfen.

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Wiedergekäut

Sind hornlose Stiere weniger fruchtbar?

Es ist eine der z.T. etwas wilden Behauptungen, die in letzter Zeit rund um Kuhhörner (und Stierenhörner) ins Spiel gebracht wurden: Natürlich hornlose Stiere hätten häufiger Fruchtbarkeitsstörungen als andere Stiere. Als Beweis genannt wurde der sogenannte „Korkenzieherpenis“ (Corkscrew-penis). Dabei behindert eine Deformation des Penis Stiere, wenn sie Kühe bespringen. Je älter die Stiere werden, desto stärker sei die Ausprägung.

In der Schweizer Mutterkuh-Szene war dieses Syndrom bis jetzt nie ein Thema. Entsprechende Probleme sind bis jetzt nie aufgefallen. Dies, obwohl zurzeit rund die Hälfte der Herdebuchtiere im Fleischrinderherdebuch natürlich hornlos sind. Das heisst, dass ihnen aufgrund ihrer erblichen Veranlagung gar keine Hörner wachsen. Sie sind hornlos, ohne dass sie enthornt werden müssen. Viele Bauern setzen heute auf natürlich hornlose Tiere. So beugt man den spezifischen Verletzungen, wie sie durch Hörner passieren können, vor ohne dass Tiere enthornt werden müssen.

Wie ist also die Frage zu beantworten, ob natürlich hornlose Stiere im Durchschnitt häufiger Fruchtbarkeitsstörungen haben? Für die Stiere in der Schweiz wurde das bis jetzt nie wissenschaftlich untersucht. In anderen Ländern jedoch sind Studien zum Resultat gekommen, dass sich die Fruchtbarkeit von natürlich hornlosen Stieren nicht von derjenigen behornter Stiere unterscheidet.

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Kuhleben

Verschiedene Kühe fressen unterschiedlich - und was das für den Naturschutz bringt

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Welche Gräser und Kräuter eine Kuh bevorzugt, unterscheidet sich zwischen verschiedenen Rassen und teilweise haben auch Einzeltiere ihre besonderen Vorlieben. Auf gewisse Pflanzen stürzen sie sich als erstes, andere lassen sie am liebsten stehen. Vor allem Tiere bestimmter Rassen wie Highland Cattle (Schottische Hochlandrinder), Galloway oder Dexter fressen auch ohne weiteres Schilf, Binsen, Seggen, Brombeeren und Brennnesseln sowie weitere Pflanzen, die zum Teil unerwünscht sein können.

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Das macht diese Rassen besonders nützlich für die Landschaftspflege. Für viele Naturschutzprojekte ist die Beweidung mit Rindern ebenso effektiv wie das Mähen durch Menschen mit Maschinen und bedeutend effizienter. Hochlandrinder zerzausen zudem mit ihren langen Hörnern Büsche und kleine Bäume, was diese schädigt und mit der Zeit zum Verschwinden bringt. Das gleiche Verhalten ist bei behornten Dexter zu beobachten. Bei Blacken und Disteln kommt es darauf an, wie alt, dürr, hart und stachelig sie sind. Ein Vorteil mancher Rinder ist vermutlich, dass sie dickere Schleimhäute haben als Tiere anderer Rassen.

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Rassig

Zwei besonders urtümliche Rassen - einmal mit und einmal ohne Horn

In diesem Newsletter stellen wir zwei Rassen vor, die als besonders genügsam und robust gelten und sich speziell gut für die Landschaftspflege eignen: Galloway und Highland Cattle (Schottische Hochlandrinder). Beide werden schon lange in Schottland gezüchtet und wurden über Jahrhunderte in grossen Herden zu Fuss nach Süden getrieben, um London und andere englische Städte mit Fleisch zu versorgen.

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Die Galloway werden schon lange im Südwesten Schottlands gehalten und sind seit Menschengedenken hornlos. Bereits vor 1‘900 Jahren wurde in römischen Schriftstücken eine hornlose Rinderrasse in Schottland erwähnt. Die Galloway wurden immer ausschliesslich für die Mutterkuhhaltung gezüchtet und nie als Milchkühe oder Zugtiere genutzt. In der Schweiz gibt es Galloway seit 1995. Sie werden bei uns in den Farbschlägen Black (schwarz), Dun (falb), Belted (weisser Gurt) und White (weiss) gezüchtet.

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Die Highland Cattle resp. Schottischen Hochlandrinder sind mit ihrem zottigen Fell und ihren langen Hörnern ein wahrer Blickfang. Sie stammen aus dem Norden Schottlands und von den vorgelagerten Inseln. Die Rasse wird dort schon lange gehalten und seit über 150 Jahren in unveränderter Form gezüchtet.

Die schottischen Hochlandrinder sind dafür bekannt, dass sie raues Wetter ausserordentlich gut aushalten und gerne im Schnee liegen. Bemerkenswert ist auch, dass ihre Hörner ohne menschliches Dazutun in ihrer geschwungenen, harmonischen Form wachsen.

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Hornführer, wie sie bei anderen Rassen eingesetzt werden, braucht es bei den Schottischen Hochlandrindern nicht. Farbvarianten sind rot (red), gelb (yellow), schwarz (black), weiss (white), grau (dun) und gestromt (brindle).

In die Schweiz wurden 1993 erstmals schottische Hochlandrinder importiert. 

 

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Weil Galloway und Schottische Hochlandrinder langsamer wachsen und später geschlachtet werden als Tiere anderer Rassen, weist ihr Fleisch tendenziell eine kräftigere Faserung und einen stärkeren Geschmack auf. Weitere Informationen über die beiden Rassen finden Sie auf den Websites der Swiss Galloway Society und der Highland Cattle Society Switzerland.

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Der älteste im Fleischrinderherdebuch registrierte Stier gehört häufig entweder der Rasse Highland Cattle oder Galloway an. Eine Weile war es der Highland Cattle-Stier BROGACH. Zurzeit ist es der Gallowaystier Farnsburger's FARUK von Martin und Katja Romer-Münger in Uerkheim (Farbschlag Dun/Falb). Dieser ist 16 Jahre alt und seine jüngsten Nachkommen sind im vergangenen Winter zur Welt gekommen.

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Damit ein Stier so alt wird, braucht er übrigens auch ein ruhiges Temperament und einen guten Charakter. Stiere, die gegenüber Menschen respektlos auftreten, werde meistens rasch geschlachtet. Die Gefahr, dass sie jemanden verletzen, wäre sonst zu gross. FARUK ist „so etwas von umgänglich“, wie Martin Romer sagt.

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Schon gewusst

Hatten Wikinger wirklich Hörner?

Sie gehören zum klischeehaften Bild, das man sich von einem richtigen Wikinger macht. Die Hörner: Ob in Wicki-Kinderbüchern, bei skandinavischen Sportfans oder bei Fantasy-Kostümen, immer gehören martialische Hörner am Helm dazu.

Nur: Die echten Wikinger hatten nie Hörner am Helm. Diese wären unterwegs und im Kampf unpraktisch und hinderlich gewesen. Bis man sich die Wikinger mit Hörner vorstellte, vergingen nach ihrem ersten Auftreten in Westeuropa über 1‘000 Jahre. Es war der deutsche Dichter Richard Wagner, der für seine Oper „Der Ring des Nibelungen“ die nordischen Krieger mit Hörnern auftreten liess. Wagner fand, dass die Hörner furchterregend aussahen. Seither stellt man sich einen richtigen Wikinger mit Hörnern am Kopf vor.

Quelle: Fokus

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Lust auf beef?

Rinds-Haxen Prezzemolo mit Ebly-Salat

Wann haben Sie das letzte Mal Rinds-Haxen gegessen? Versuchen Sie es doch einmal mit dem Rezept für Rinds-Haxen Prezzemolo mit Ebly Salat auf unserer Homepage.

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Herumgekalbere

Backe dir eine Kuhherde

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Backen macht nicht nur in der Adventszeit Spass, backe dir doch  einmal deine eigene Mutterkuhherde!

Grundteig:

  • 200 g Butter, weich
  • 100 g Zucker
  • 1/2 bis 3/4 TL Salz
  • 1 TL Vanillearoma
  • 275-300 g Mehl

 

 

 

Für die verschiedenen (Fell-)Farben:

  • Mit Kakao: 25-40 g ungezuckertes Kakaopulver mit dem Mehl mischen
  • Mit Kaffee: 2 EL ausgekühlten Espresso zur Schaummasse geben
  • Mit Pistazien: 40-50 g fein gemahlene Pistazien zur Schaummasse geben
  • Mit Sandelholzpulver: Statt Vanillearoma 3-4 EL Sandelholzpulver (aus der Apotheke), 1TL Zimtpulver und 1 Prise Gewürznelkenpulver beifügen.

Zubereitung:

1.      Butter rühren bis sich Spitzchen bilden.

2.      Zucker, Salz und Vanillearoma beifügen, rühren bis die Kristalle aufgelöst sind.

3.      Mehl dazusieben. Zu einem Teig zusammenfügen, nicht kneten.

4.      Zugedeckt 1 Stunde kühl stellen.

5.      Teig portionenweise zwischen Backpapier 5-7 mm dick auswallen. Kühl stellen.

6.      Motive ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Nochmals kühl stellen.

7.      In der Mitte des auf 175°C vorgeheizten Ofens 10-15 Minuten backen.

8.      Auskühlen lassen und probieren!

 

 â€‹Quelle: Swissmilk

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Stimmungsvolle beef.ch Wil

Der Filmrückblick auf die beef.ch Wil 2018 ist seit letztem Herbst von rund 60‘000 Personen angeschaut worden. Ebenfalls publiziert worden sind damals kurze Interviews zur beef.ch mit dem Musiker Nicolas Senn, der Mutterkuhhalterin Tania Widmer und dem Schwinger Daniel Bösch. Falls Sie den Kurzfilm noch nicht gesehen haben, finden Sie ihn hier.


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